David gegen Goliath - Wie kam es dazu?

von Jürgen Voß

Ist David auf Goliath böse, wird chatten besser. Der völlig andersartige Messenger, der nichts mehr ausspioniert, der alltagstauglich ist, keinen “big brother” zum Betrieb braucht, mit dem sechs Milliarden E-Mail-User ohne Unterschreiben von AGB’s mindestens so einfach chatten, wie beispielsweise mit WhatsApp, heißt Delta Chat - und ist Open Source.

Wie kam es dazu? Der Vater einer elfjährigen Tochter war ziemlich genervt, als er WhatsApp auf ihrem Handy installieren sollte. Muss wohl sein, wenn alle anderen es auch nutzen. Nun drohte der Upload zahlreicher Familienkontakte auf den Server des US-Konzerns, der damit noch reicher wird, wenn er ausspionieren kann: wer mit wem.

Unglaublich, aber es gab einfach keine alltagstaugliche Alternative! Als Programmierer kratzt das ganz schön an der Ehre. Also anpacken, etwas Besseres schaffen. Und wie üblich, geht das doch nicht mal so eben, ehrenamtlich nebenbei, braucht mehr als nur wenige Monate. Zuerst muss das Konzept her, viele Sicherheitsfragen sind zu klären. Erst dann kann es losgehen. Und es hat sich gelohnt. Als Beta-Test-Version ist Delta Chat ab sofort nutzbar - noch nicht so elegant zu installieren, wie aus App-Stores heraus.

Der Sprung von der Beta- zur Release-Version ist für April 2017 geplant, zur “re:publica”, der Berliner Messe für innovatives Kommunizieren- Hier soll offizieller Starttermin für “Delta Chat” sein (geplant). Es ist ein Messenger in Bürgerhand, also Open Source. Und jeder ist eingeladen mitzumachen. Damit es wirklich die Alternative in Bürgerhand zu WhatsApp und Co geben kann.

Warum das nötig ist, das wissen Viele längst - nicht nur die mit ihrem klammheimlichen Unbehagen. Denn das reicht bei Weitem nicht. Es muss auch etwas Handfestes geben und es sollte auch Spaß bringen, David gegen Goliath. Auch mal ein bisschen David sein. Nicht sagen: “Kannste doch nix machen!” Quatsch! Mitmachen!

Das sind die Entwicklungs-Anforderungen: